Architektenwettbewerb - Antrag der FDP-Eslohe fehlinterpretiert und falsch dargestellt.

Antrag der FDP-Eslohe fehlinterpretiert und falsch dargestellt.

Der Antrag der FDP wurde von CDU, SPD und auch der Verwaltung offensichtlich komplett fehlinterpretiert. Man erkennt deutlich, dass ein Architektenwettbewerb völlig falsch eingeschätzt wird und der offensichtliche Nutzen, nämlich deutliche Einsparungen, nicht verstanden wurde.

Ein Architektenwettbewerb wird vorzugsweise durch ein Wettbewerbsbüro betreut, welches das Raumprogramm in Absprache mit der Verwaltung und Feuerwehr erstellt und sämtliche Abläufe innerhalb des Verfahrens abwickelt. Somit entsteht der Verwaltung kein höherer Arbeitsaufwand, da die Gespräche mit den Zuständigen der Feuerwehren zur Definition Ihrer berechtigten Vorstellungen und Wünsche sowieso geführt werden müssen.Die anfallenden Kosten, der von der FDP beantragten Einstellung, in Höhe von ca. 15.000,00 € decken die Preisgelder und die Aufwandsentschädigung der neutralen Preisrichter (Architekten). Der Gewinner des Wettbewerbs verrechnet den Gewinn in seiner Honorarabrechnung. Somit ist dieser Teil völlig kostenneutral.Kommunen, wie Verl oder Schloßholte, die schon Feuerwehrgerätehäuser, Leitstellen etc. als Architektenwettbewerbe ausschreiben ließen, haben hiermit beste Erfahrungen gemacht.


 

Ein Architektenhonorar berechnet sich nach der Bausumme. Welches Interesse hat ein, ohne größeren Wettbewerb, beauftragtes Büro, die Bausumme zu verringern? Definitiv keines! Bei einem Architektenwettbewerb ist jedes Planungsbüro bemüht, die Bau- und auch die Folgekosten sowie die beste Technik kostentechnisch so gering wie möglich zu halten, um den Auftrag zu erhalten. Die FDP Eslohe ist der Meinung, dass die effektiven Kosten des Architektenwettbewerbs von ca. 15.000 € sehr gut angelegt sind, um die Baukosten des neuen Feuerwehrgerätehauses (jetzt 1,1 Mio €) zu minimieren. Durch den Architektenwettbewerb bekommt die Verwaltung idealerweise 10 – 15 Konzepte vorgelegt, die zu einer kostengünstigen Errichtung des Feuerwehrgerätehauses beitragen. Und dieses zu einem sowieso fälligen Vorplanungshonorar.

Das sollte das Interesse aller im Rat vertretenden Parteien und auch der Verwaltung sein. Wir sehen gerade ganz aktuell am Beispiel Berliner Flughafen, wie sich die Kosten entwickeln können. Ein oder zwei positive Haushaltsjahre sind kein Grund, weniger vorsichtig und umsichtig mit Kosten um zu gehen. Deshalb wird die FDP den Beschlussvorschlag des Haupt- und Finanzausschuss, den Architektenwettbewerb auf keinen Fall stattfinden zu lassen, nicht folgen und erneut dagegen stimmen.

 

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